Hier wird nicht nach der Stoppuhr gearbeitet

OVZ-Frühstück fürs Team des Pflegedienstes Hose

Pflege Altenburg

Nobitz/Altenburg. "Auf sie ist immer 100-prozentig Verlass, sie kommen pünktlich, und sie nehmen sich auch mal etwas mehr Zeit für ein Gespräch." Für Margitta Hofmann aus Altenburg ist das keine Selbstverständlichkeit, deshalb hat sie das Personal des häuslichen Pflegedienstes von Steffi Hose aus Nobitz für ein OVZ-Frühstück vorgeschlagen. Und dort freute man sich sehr, als gestern Vormittag ein reich gefüllter Frühstückskorb zum Schichtwechsel auf dem Tisch stand.

Mittlerweile gehören zur Truppe, die von Steffi Hose aus Nobitz geleitet wird, 24 Leute, darunter sind zwei Kinderkrankenschwestern, Altenpfleger, Hauswirtschafter, Altenpflegehelfer und Praktikanten. "Seit dem vergangenen Jahr bilden wir sogar aus", sagt Steffi Hose.

Sie war 1973 als Gemeindeschwester nach Nobitz gekommen und hatte nach der Wende den Entschluss gefasst, sich im Pflegebereich selbstständig zu machen. Unterstützt wurde sie dabei von der damals in der Gemeinde Nobitz tätigen Landärztin Ingeborg Ecke. Heute steht der 62-Jährigen ihr Sohn Michael, Chef der Pflege Daheim GmbH in Altenburg, zur Seite. In den Räumen des Hauses für Betreutes Wohnen am Steinweg trifft sich neuerdings auch das Personal des Pflegedienstes seiner Mutter zum täglichen Schichtwechsel. Zum einen würden die Räume in der Bachstraße in Nobitz nicht mehr ausreichen, so Steffi Hose. Zum anderen aber hat sich der Aktionsradius ihrer Truppe erheblich erweitert. In Altenburg, Nobitz, Ehrenhain, aber auch Ehrenberg, Rositz oder Lehndorf warten Tag für Tag pflegebedürftige Menschen auf "ihre Schwester". Im Schnitt werden derzeit 120 Patienten im Altenburger Land betreut. "Und die Zahl wächst", so Michael Hose. Wobei nicht nur ältere Menschen sondern auch Kinder und Jüngere versorgt werden, die zum Beispiel nach einem Unfall auf Pflege angewiesen sind. Die reicht vom Waschen und Anziehen am Morgen bis hin zu Einkäufen und gemeinsamen Arztbesuchen. "Bei einigen reicht ein Tagesbesuch, bei anderen kommen wir bis zu sechsmal am Tag und wenn nötig, auch nachts", sagt Steffi Hose. Die Einsätze werden so organisiert, dass dort, wo es nötig ist, die Zeit für eine kleine Unterhaltung, für ein vertrautes Gespräch bleibt. "Hier wird nicht nach der Stoppuhr gearbeitet", versichern ihre Mitarbeiter.

Wenn auch Sie sich bei jemandem mit einem Frühstückskorb bedanken möchten, dann lassen Sie es uns wissen. Schicken Sie Ihren Vorschlag mit einer kleinen Begründung und der Teamstärke - sie sollte zwischen drei und 15 liegen - an die OVZ-Redaktion, Kornmarkt 1, in 04600 Altenburg. Es geht auch per Fax unter 03447 574919 oder per E-Mail an fruehstueck@lvz.de. Es stehen wieder viele Frühstückskörbe bereit - gestaltet von der Altenburger Filiale am Kornmarkt des Konsum Leipzig.

Edeltraud Peschel

Quelle: www.lvz.de